Brotbackautomaten:
Brotbackautomaten - was taugen sie wirklich?
Echt lecker!
So bekommen Sie gutes Brot selbst gebacken: Deckel auf,
Zutaten rein, Knopf drücken. In drei Stunden haben Sie duftendes Brot
auf dem Tisch, von dem Sie genau wissen, was drin ist. Guter Rat! hat
Backmischungen und Geräte getestet.
Brot backen macht richtig Arbeit. Teig
anrühren, ordentlich kneten,
gehen lassen und backen. Leichter geht¹s mit Brotbackautomaten. Die
erledigen alles von selbst. Lediglich Zutaten wie Mehl, Wasser, Hefe
und Salz einfüllen, Backprogramm und Bräunungsgrad einstellen, und nach
zwei bis drei Stunden ist das Brot fertig. Die besitzen alle einen
Timer für 13 Stunden. Wer zum Frühstück frisches Brot essen will, kann
abends das Backgerät füllen und auf 7 Uhr stellen. Unverständlich
deshalb der Warn-Hinweis einiger Hersteller, das Gerät nicht
unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen.
Ausstattung
Bei der Ausstattung gibt es keine
gravierenden Unterschiede.
Backbehälter in der Form eines Topfes und Knethaken haben eine
Antihaftbeschichtung. Sie lassen sich leicht herausnehmen. Mindestens
sechs verschiedene Backprogramme und ein Wahlschalter für den
Bräunungsgrad sind Standard.
Die Geräte arbeiten nach einem
Stromausfall von maximal 10 bis 30
Minuten an der Stelle des Programms weiter, an der sie unterbrochen
wurden. ?Backmeister 8650? von Unold hat als einziger einen länglichen
Backbehälter für größere 1.300-Gramm-Brote. Hier wird der Teig sogar
von
zwei Knethaken durchgewalkt. Das macht sich gut beim schweren Teig der
dunklen Vollkornbrote. Eine weitere Besonderheit: das ?Eigenprogramm?.
Hier kann die Zeit für Knetvorgang, Aufgehphase und Backen individuell
programmiert werden. Wermutstropfen: Der Stromausfallschutz des
Unold-Gerätes ist mit nur zwei Minuten recht gering.
Wir habendie Brotbackautomaten von
Privileg, Lloyds, Severin und Unold
gemeinsam mit Bäckermeister Müller aus Leipzig-Schleusig getestet (das
teuerste Gerät von Panasonic war nicht rechtzeitig eingetroffen). Als
Backmischung diente ?Kartoffelbrot? der Firma Kathi. Alle Brote wurden
mit dem Basis-/ Normal-Programm 160 Minuten (Lloyds) bis 200 Minuten
(Unold) gebacken.
Fazit
Der Geschmack der Testbrote war bei
allen Geräten gleich gut. Das
musste sogar Meister Müller eingestehen. Die ansehnlichste Form hatte
das Brot aus dem Gerät ?Backhaus? von Lloyds. Die Bedienung der
Brotbackautomaten war zwar schnell erlernt, um für jede Backmischung
das
passende Programm zu wählen, braucht man jedoch Übung.
Vergleich - was Brotbackmaschinen
können
und wie viel sie kosten
Privileg Brotbackautomat
Brotbackautomat für bis zu 750g Teig
(Backmischung 500g). Ausstattung:
8 Programme, Taste zum Vorwählen des Bräunungsgrades, übersichtliches
LED-Anzeigenfeld und zusätzliche Kontrolllampen für die Programme.
Zeitschaltuhr für 13 Stunden, Stromausfallschutz: 30 Minuten, Leistung:
715 Watt.
Lloyds
Backhaus
Brotbackautomat
für 1.000 g Brot.
Ausstattung: 6 Programme, Taste zum Vorwählen des Bräunungsgrades,
übersichtliches LED-Anzeigenfeld und zusätzliche Kontrolllampen für die
Programme. Zeitschaltuhr für
13 Stunden, Programmschutz bei
Stromausfall: 10 Minuten, Leistung: 600
Watt.
Severin
BM 3982
Brotbackautomat für 1.000g Brot.
Ausstattung: 8 Programme, Taste zum Vorwählen des Bräunungsgrades,
übersichtliches LED-Anzeigenfeld und zusätzliche Kontrolllampen für die
Programme. Zeitschaltuhr für
13 Stunden, Stromausfallschutz: 30
Minuten, Leistung: 715 Watt.
Unold
Backmeister 8650
Brotbackautomat
für 1 300 Gramm Brot.
Ausstattung: 9 Programme und ein Eigenprogramm zum selbst
programmieren, Wahlschalter für Bräunungsgrad, Stufentaste für
verschiedene Brotgewichte, zwei Knethaken, Zeitschaltuhr für 13
Stunden, Stromausfallschutz: 2 Minuten, Leistung: 700 Watt.
Panasonic
SD-250
Brotbackautomat
für bis zu 500 g Mehl.
Auch für schweren Roggenteig geeignet. Ausstattung: 7 Programme, Taste
zum Vorwählen des Bräunungsgrades, Zeitschaltuhr für 13 Stunden,
Stromausfallschutz: 10 Minuten, Motorüberlastungs- und
Überhitzungsschutz, Leistung: 550 Watt.
Severin
BM 3983
Brotbackautomat
für 1.000 Gramm Brot.
Ausstattung: 12 Programme, Taste zum Vorwählen des Bräunungsgrades,
übersichtliches LED-Anzeigenfeld und zusätzliche Kontrolllampen für die
Programme. Zeitschaltuhr für 13 Stunden, Stromausfallschutz: 30
Minuten, Leistung: 450 Watt.
Selbst
backen - vier Backmischungen und
wie sie schmecken
Das
Ur-Brot - Gewürzbrot von Kneipp (
erhältlich z.B. bei edeka)
Zutaten:
Eine echte Naturmischung. 5
Sorten Körnerschrot, 5 Gewürze von Anis bis Petersilienkraut, flüssige
Sauerteigkulturen und Trockenbackhefe, Meersalz.
Genussfaktor: Dunkles Brot mit
kräftig-würzigem Geschmack. Auch nur mit
Butter lecker.
Testurteil: Vorbildlich aufgrund der
natürlichen Zutaten. Unser Automat
hatte am schweren Teig zwar heftig zu kneten, dafür schmeckte das Brot
wie aus guten alten Zeiten. Vorsicht, die Verpackung hat Tücken: Die
Triebmittel stecken versteckt zwischen zwei Verpackungsschichten. Gut
gemeint, aber leicht zu übersehen.
Die
Wundertüte - Goldähren Mehrkornbrot (
erhältlich bei Aldi)
Zutaten:
Kaum zu glauben, wie viele
Zutaten der Hersteller für so wenig Geld einpackt: 18 (!) lt. Liste,
von Maisgrieß über Haferflocken und Weizenmalz bis Sojaschrot.
Genussfaktor: Mittelheller Laib, dem
Mischbrot vergleichbar, leicht
säuerlicher Geschmack.
Testurteil: Unser Backergebnis war
leicht klitschig. Gerne hätten wir
uns beim Hersteller nach unserem möglichen Fehler erkundigt. Aber über
die Angaben auf der Verpackung war er leider nicht ausfindig zu machen.
Das
Standardbrot - Küchenmeister
Mehrkornbrot (erhältlich z.B. bei Kaiser`s)
Zutaten:
Steht mit seiner Mixtur aus
Mehlen und künstlichen Backhilfen für die meisten Brotbackmischungen.
Genussfaktor: Mittelhelles Brot mit
leckerer Kruste.
Geschmack: leicht würzig.
Testurteil: Lobenswert: die
ausführliche Anleitung leicht anwendbar.
Ein Brot für den Alltag.
Das
Unscheinbare - Kathi Kartoffelbrot (
erhältlich z.B. bei Kaufhof)
Zutaten:
Roggen-Weizen-Mischbrot mit Backhilfen und Kartoffelflocken.
Genussfaktor: Helles geschmacksneutrales Brot, gut bekömmlich.
Vergleichbar mit Weißbrot.
Testurteil: Leicht zu backen. Butter kaufen nicht vergessen, muss
unbedingt rein. Optimal für alle, die lieber den Aufstrich schmecken
als das Brot.